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Von 1875 bis 1990

 

Geschichte der „Freiwilligen Feuerwehr Untermühlhausen“

 

Die Geschichte der „Freiwilligen Feuerwehr Untermühlhausen“ beginnt im Jahre 1875. In diesem Jahr wurden ein Feuerwehrhaus errichtet und eine Feuerspritze angeschafft.


Von Beginn an war der Feuerschutz die zentrale Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr. Sie übernahm damit einen Aufgabenbereich, der früher in Händen der Gemeinde lag.

Die erste Motorspritze erwarb die Gemeinde, nach vergeblichen Versuchen in den 30er Jahren, im Herbst 1945. Eine TS8/8 Motorspritze wurde 1956 gekauft. Diese ist bis heute erhalten und funktionsfähig.

Im Zuge der Teerung der Ortsstraßen im Jahre 1968 wurden das alte Feuerwehrhaus abgebrochen und ein neues Haus in der heutigen Ringstraße errichtet.

 

Von 1875 bis zur sogenannten Gebietsreform 1971 blieb die Feuerwehr auch personell eng­stens mit der Gemeinde verbunden. Die Untermühlhauser Bürgermeister hatten stets auch ein Amt bei der Feuerwehr.

Das energische Auftreten von Kommandant Bernhard Vogl verhinderte bei einer Versammlung der vier Feuerwehren der „Großgemeinde“ 1973 im Gasthaus Frank in Penzing die von Bürgermeister Martin Stechele und dem Penzinger Kommandanten Josef Kaindl angestrebte Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Untermühlhausen. Der Antrag von Herrn Kaindl, alle vier Wehren der Großgemeinde Penzing zu einer Wehr zusammenzufassen, stieß auf heftigen Widerstand, besonders aus Untermühlhausen.

Untermühlhausen erstritt sich die Selbständigkeit seiner Feuerwehr. Der Erhalt möglichst vieler selbstständiger Kompetenzen in Untermühlhausen wurde dann einer der Schwerpunkte der Arbeit der Kommandanten Bernhard Vogl und seiner beiden Nachfolger Konrad Aumüller und Manfred Deininger.

Die Feuerwehrkommandanten Nikolaus Heinzelmann und Bernhard Vogl waren als Kreisbrandmeister zusätzlich für den Feuerschutz und die Feuerwehren im Landkreis Landsberg verantwortlich

 

1975 wurde ein VW Kombi als erstes selbstfahrendes Feuerwehrfahrzeug in Untermühlhausen übernommen. Dieses wurde in den 80er Jahren durch einen Ford Transit ersetzt. 1990 wurde erstmals  nicht ein gebrauchtes, sondern ein neues Fahrzeug der Marke Mercedes angeschafft.

Das Feuerwehrhaus musste dafür umgebaut werden, wobei es zugleich einer Generalrenovierung unterzogen wurde. Seit 1989 leisteten 46 aktive Mitglieder ihren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes.

Im Jahre 2016 wurde das alte TSF durch ein TSF-W ersetzt zum ertsenmal hat die FF Untermühlhausen nun ein wasserführendes Fahrzeug. Fahrgestell MAN  Aufbau Ziegler Alpas

 

 

Der erste bekannte Einsatz der Feuerwehr fand im Jahre 1908 statt, als der Feldstadel vom „Neibaur“ in der Nähe des Mühlbachs abbrannte. 1911 brannte während der Erntezeit der Stadel beim Anwesen Ulrich Ludwig (ehemals am Verlorenen Bach) nieder. Vier Jahre später brannte erneut ein Stadel, wieder beim Neibaur.

 

Ein kurioser Brandfall ereignete sich 1926, just an dem Tag, als die Freiwillige Feuerwehr ihre Fahne weihen lassen wollte. Pfarrer Georg Engelhard verweigerte die Weihe, weil jegliche kirchlich–religiöse Abbildungen auf der Fahne fehlten.

Am 11. November 1926 machte sich daher eine Abordnung der Feuerwehr auf den Weg nach Sankt Ottilien, um dort die Fahne weihen zu lassen, doch vergeblich: Die Ottilianer zeigten sich solidarisch mit dem Ortspfarrer. Als die Untermühlhauser Bevölkerung am Bahnhof auf die Rückkehr der Fahne wartete, brach beim Schmiedemeister Ferdinand Kramer ein Feuer aus, dem das Wohnhaus zum Opfer fiel.

Im Januar 1931 war die Untermühlhauser Wehr bei zwei Großbränden bei den Anwesen Winterholler und Zwickl in Oberbergen im Einsatz, im Jahr darauf in Epfenhausen, als beim Zacherl der Pferdestall niederbrannte.

 

Während des 2. Weltkrieges leisteten auch Frauen bei der Feuerwehr ihren Dienst. Sie ersetzten die im Kriegsdienst befindlichen Männer. Die Feuerwehr war in den letzten Kriegsjahren von erheblicher Bedeutung, da wegen der Bombardements auf den Flugplatz Penzing auch Schäden in Untermühlhausen befürchtet werden mussten.

 

Zum Einsatz kam die Feuerwehr allerdings erst wieder, als 1953 ein Holzschuppen beim Schüder (Auenweg) niederbrannte.
1958 geriet der Hühnerstall bei der Wirtschaft Huster in Brand, die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Wirtschaftsgebäude verhindern.
Einen brennenden Strohhaufen galt es 1964 östlich vom Anwesen Huster unter Kontrolle zu bringen.

Im November 1965 war die Feuerwehr zweimal in Epfenhausen im Einsatz. Beim Anwesen Geiler brannten ein Holzschuppen und der Schweinestall nieder.
Drei Tage später stand ein Feldstadel südlich der Kauferinger Straße in Flammen.
Drei Jahre später, im September 1968, war wieder ein Einsatz in Epfenhausen nötig. Das Anwesen des Landwirts Franz Zacherl brannte nieder.

 

Im März 1976 brach im Heizungsraum der Schreinerei Gugg ein Schwelbrand aus, der Dank der schnellen Alarmierung und der gezielten Brandbekämpfung von der Untermühlhauser Wehr gelöscht werden konnte, so dass die nachbarlichen Wehren nicht mehr eingreifen mussten.

 

Um die Einsatzfähigkeit für vergleichbare Brandfälle in Zukunft zu gewährleisten, wurden Atemschutzgeräte angeschafft.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Untermühlhausen hat ab dem Jahr 1967 in einem Zwei-Jahres- Turnus Leistungsprüfungen der Stufe I – III/5 jeweils mit Erfolg abgelegt. Die Abnahme der Leistungsprüfung dient in erster Linie der Ausbildung der Feuerwehrmänner.

Ein Meilenstein in der Geschichte der FF Untermühlhausen wurde am 16.6.2016 gelegt.

Mit Cathy Drexl und Tasja Furtner legten zum erstenmal 2 Frauen erfolgreich die Leistungsprüfung der Stufe 1 (Bronze)

" Die Gruppe im Löscheinsatz" ab

 

Leistungabzeichen 2016